Länderleitfaden
Entgelttransparenz in Austria
Was die EU-Entgelttransparenzrichtlinie für Arbeitgeber in Austria bedeutet — auf Grundlage der nationalen Umsetzung: Status, Schwellenwerte, Auslöser der gemeinsamen Entgeltbewertung und zuständige Stelle.
Austria has not published a directive transposition bill as of June 2026 (deadline missed). The existing Einkommensberichte regime under the Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) remains in force.
Austria hat die Richtlinie noch nicht umgesetzt; die Frist vom 7. Juni 2026 ist verstrichen. Bis zum nationalen Gesetz sind die Schwellen der Richtlinie der beste Anhaltspunkt; eine etwaige bestehende nationale Berichtspflicht gilt zwischenzeitlich weiter.
Arbeitgeber mit 150+ Beschäftigten fallen ab 2014 in den Anwendungsbereich. Eine durchschnittliche Entgeltlücke von 5 % oder mehr in einer Funktionskategorie löst eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung aus.
Die Entgeltlücken-Kennzahlen müssen veröffentlicht und nicht nur bei der Behörde eingereicht werden. So oder so bleibt die eigentliche Arbeit gleich: gleichwertige Arbeit über eine geschlechtsneutrale Arbeitsbewertung feststellen, den gesetzlichen Entgeltbericht im nationalen Format erstellen und dort, wo die Lücke zu groß ist, eine gemeinsame Entgeltbewertung durchführen.
Pflichten im Überblick
| Berichtsschwelle | 150+ Beschäftigte (ab 2014) |
|---|---|
| Gemeinsame Entgeltbewertung | 5% Lücke |
| Berichtshäufigkeit | Alle zwei Jahre |
| Öffentliche Veröffentlichung | Erforderlich |
| Zuständige Behörde | Gleichbehandlungskommission / Gleichbehandlungsanwaltschaft (GBK/GAW) |
Häufige Fragen
Gilt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in Austria?
Austria hat die Richtlinie noch nicht umgesetzt; die Frist vom 7. Juni 2026 ist verstrichen. Bis zum nationalen Gesetz sind die Schwellen der Richtlinie der beste Anhaltspunkt; eine etwaige bestehende nationale Berichtspflicht gilt zwischenzeitlich weiter.
Welche Arbeitgeber müssen in Austria berichten?
Arbeitgeber mit 150+ Beschäftigten fallen ab 2014 in den Anwendungsbereich.
Was löst in Austria eine gemeinsame Entgeltbewertung aus?
Eine durchschnittliche Entgeltlücke von 5 % oder mehr in einer Funktionskategorie löst eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung aus.
Dieser Leitfaden fasst öffentlich verfügbare Informationen nur zur Orientierung zusammen. Er ist keine Rechtsberatung — prüfen Sie jeden Wert anhand des Umsetzungstextes von Austria, bevor Sie sich darauf verlassen.